Der urbane Raum

Ein Kommentar von Klimus

Der gesamte urbane Raum (städtisches Gebiet) wird heute durch das Auto dominiert. Wir müssen uns fragen, warum dies so ist und warum es einer großen Anzahl von autofahrenen Menschen nicht gelingt, eine realistische und vernunftbegründete Bewertung ihrer PKW-Nutzung vorzunehmen. Fakt ist, unsere heutige Gesellschaft ist dem Auto verfallen und sie ist verroht: Eine Gesellschaft, in der es als normal angesehen wird, dass diejenigen, welche die Autos dieser Gesellschaft bauen und reparieren höher honoriert werden als diejenigen, welche die Kinder dieser Gesellschaft betreuen und bilden, spricht für sich und ist per se als abnorm zu bezeichnen. Wie konnte es dazu kommen?

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Deutschland: Es ist geschafft – Alle Städte Deutschlands erfüllen den Standard »Luftkurort«

Erfüllten seit 2016 den Straftatbestand der Körperverletzung: Autos mit Verbrennungsmotor

2025 ist ein Jahr der Freude für alle Menschen in Deutschland – neun Jahre nach dem spektakulären Urteil in der letzten Instanz des höchsten deutschen Gerichts ist es heute auch der letzten Stadt in Deutschland gelungen den Standard »Luftkurort« zu erreichen. Durch den Betrieb elektrisch betriebener Fahrzeuge sind in Deutschlands Städten keine Feinstaubbelastungen, keine Umweltgifte wie krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, Benzole, Ruß und die noch gefährlicheren Schwermetalle mehr messbar. Darüber hinaus sind die Städte wieder so leise geworden, dass auch die durch die damaligen Lärmemissionen verdrängte Vogel- und Tierwelt wieder in die Städte zurückfanden. Die Städte haben sich zu Oasen gewandelt und die Menschen im Lande atmen auf.

Rückschau: Nachdem vor 9 Jahren, im Juli 2016, die Sammelklage verschiedener Umweltorganisationen nach starker Gegenwehr der deutschen Automobilindustrie vor dem höchsten deutschen Gericht bestätigt wurde und es damit als festgestellt galt, dass das Betreiben von Verbrennungsmotoren den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt, waren die Tage dieser Fahrzeugtypen, die letztlich auf Technik des 19. Jahrhunderts basierten, gezählt. Das oberste Gericht sah es als erwiesen an, dass das Benutzen solcher Motoren in der Öffentlichkeit den § 223 StGB Absatz 1 »Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft« und ebenfalls Absatz 2 »Der Versuch ist strafbar« voll erfüllt. Das Gericht begründete seine Entscheidung damals damit, dass die Definition, wie eine solche strafbare Gesundheitsschädigung erfolgen müsste, nämlich beispielsweise durch Verunreinigungen von Wasser oder Luft durch Giftstoffe oder durch Beibringen eines gesundheitsschädlichen Stoffes, eindeutig erfüllt sind. Gleichzeitig waren ebenso keine Ausnahmen für Verbrennungsmotoren im Gesetz beschrieben und somit gab es für das Gericht seinerzeit nur dieses eine mögliche Urteil. Mehr lesen

Mobilitätsforscher wollen Innenstädte attraktiver für RadfahrerInnen machen

Da geht fast alles mit – CO2-Emissions- und abgasfrei: Das Fahrrad.

Kein Öl, keine CO2-Emissionen, keine krankmachenden Auspuffgase, kein Lärm – Radfahren ist zweifellos die optimalste Fortbewegungsvariante für das Klima und die allgemeine Gesundheit. Wer also wirklich etwas gegen die anstehende Klimakatastrophe tun will, sollte sich so oft es geht in den Sattel schwingen. Und nicht nur das – »das Klima« mag manchmal weit weg erscheinen, aber die Vorteile, die das Radfahren noch mit sich bringen, sind es definitiv nicht.

Zum einen ist in der Stadt Radfahren mitunter die optimalste Bewegungsform – Verkehrs- und Zeittechnisch gesehen. Das ist schon mal schön. Aber richtig fulminant wird es, wenn man das Augenmerk darauf richtet, was Radfahren noch mit sich bringt: RadfahrerInnen bekommen eine wahre Sauerstoffdusche für Zellen und Gehirn, Herz-Kreislauf-Störungen wird präventiv vorgebeugt – das Risiko einer solchen Erkrankung wird um das 20-Fache gesenkt, der Fettstoffwechsel wird angeregt. Es hilft die Gelenkgesundheit zu erhalten, da durch die gleichmäßige Bewegung die Knorpel mit Sauerstoff versorgt werden, das Krebsrisiko wird gesenkt – bei Frauen senkt sich das Brustkrebsrisiko um 34 Prozent, die psychischen Funktionen und die allgemeine Leistungsfähigkeit wird gestärkt, es hilft präventiv gegen Rückenleiden und ganz allgemein leben Radfahrer länger –  sie weisen eine 40 Prozent niedrigere Sterberate auf, als nicht Radfahrer. Mehr lesen

Deutschlands Verkehrspolitik: Aus dem letzten Jahrtausend

gelenkbus

Nur eine von vielen Möglichkeiten außer dem Auto – der Bus. Credits: KMJ / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Der Verkehrsforscher Andreas Knie, Professor am Wissenschaftszentrum Berlin, wurde zu den Verkehrs-Zukunftsperspektiven der Bundesregierung befragt. Sein Fazit ist ernüchternd: Ob die Bundesregierung im Verkehrsbereich genug für den Klimaschutz getan hat, kann man nicht wirklich beantworten. Denn die Regierung hat noch gar nichts unternommen.

Keine Ideen, keine Phantasien, nur kleinteiliges Verwalten, und auch das ist noch miserabel. Die Bundesregierung setzt weiter auf das private Auto mit Verbrenner mit der Familie Vater, Mutter, Kinder, mitten im grünen Garten. Die Bundesregierung ist in den 1970er und 1980er Jahren stehen geblieben. Die Menschen sind heute aber weiter und verfügen bereits jetzt über mehr Optionen als nur das eigene Diesel- oder Benzinauto. Mehr lesen