Der urbane Raum

Ein Kommentar von Klimus

Der gesamte urbane Raum (städtisches Gebiet) wird heute durch das Auto dominiert. Wir müssen uns fragen, warum dies so ist und warum es einer großen Anzahl von autofahrenen Menschen nicht gelingt, eine realistische und vernunftbegründete Bewertung ihrer PKW-Nutzung vorzunehmen. Fakt ist, unsere heutige Gesellschaft ist dem Auto verfallen und sie ist verroht: Eine Gesellschaft, in der es als normal angesehen wird, dass diejenigen, welche die Autos dieser Gesellschaft bauen und reparieren höher honoriert werden als diejenigen, welche die Kinder dieser Gesellschaft betreuen und bilden, spricht für sich und ist per se als abnorm zu bezeichnen. Wie konnte es dazu kommen?

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40-Tonnen-Diesel-Lkw stoßen weniger Schadstoffe aus als Diesel-Pkw

Absurd: 40-Tonner Diesel stoßen weniger Abgase aus, als ein Diesel-Pkw. (der Bus auf den Bild übrigens gar keine – es ist ein Elektrobus) Foto: © Lord Alpha / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Es ist absurd. 40-Tonnen-Diesel-Lkw stoßen weniger Schadstoffe aus als Diesel-Pkw. Bei Diesel-Lkw werden die Emissionen nämlich unter realistischen Bedingungen auf der Straße und nicht nur wie bei den Pkw nach einem praxisfremden Zyklus im Labor gemessen.

Natürlich bleibt das Ziel unabänderlich bestehen: Mobilität mit Verbrennungsmotor ist abzuschaffen – die Argumente gegen Verbrenner sind erdrückend und haben wir in mehreren Artikeln bereits genau beschrieben. Im Elektroantrieb ist bereits seit 10 Jahren eine voll funktionierende Alternative vorhanden und verbessert sich zudem weiterhin stetig. Auch haben wir beschrieben, warum die Menschen sich bis heute durch die Verbrenner krankmachen lassen müssen – den »Bemühungen« der Automobilindustrie sei dank. Und so haben wir sie noch, überall, nicht selten riesengroß und tonnenschwer – es ist absurd. Wer öfter Fahrrad fährt oder zu Fuß geht, wird rücksichtslos eingegast. Nicht einmal die von der Politik geforderten Grenzwerte können – oder wollen – die Automobilbauer einhalten, denn das hieße mehr in das Fahrzeug zu investieren. Bei der Herstellung von Lkw muss sich aufgrund der realen Testmethoden mehr Mühe gegeben werden, und hier wird dann auch mithilfe von SCR-Katalysatoren das Abgas gefiltert und die Emissionen reduziert. Dies ist natürlich auch für Pkw technisch möglich, aber das kostet eben etwas mehr. Hier zeigt sich, wie der vom marktgläubigen gottgelobte Wettbewerb »funktioniert« – überwiegend zu Lasten von Gesundheit und Umwelt und zu Gunsten der Kapitalanhäufung. Mehr lesen

Deutschland: Es ist geschafft – Alle Städte Deutschlands erfüllen den Standard »Luftkurort«

Erfüllten seit 2016 den Straftatbestand der Körperverletzung: Autos mit Verbrennungsmotor

2025 ist ein Jahr der Freude für alle Menschen in Deutschland – neun Jahre nach dem spektakulären Urteil in der letzten Instanz des höchsten deutschen Gerichts ist es heute auch der letzten Stadt in Deutschland gelungen den Standard »Luftkurort« zu erreichen. Durch den Betrieb elektrisch betriebener Fahrzeuge sind in Deutschlands Städten keine Feinstaubbelastungen, keine Umweltgifte wie krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, Benzole, Ruß und die noch gefährlicheren Schwermetalle mehr messbar. Darüber hinaus sind die Städte wieder so leise geworden, dass auch die durch die damaligen Lärmemissionen verdrängte Vogel- und Tierwelt wieder in die Städte zurückfanden. Die Städte haben sich zu Oasen gewandelt und die Menschen im Lande atmen auf.

Rückschau: Nachdem vor 9 Jahren, im Juli 2016, die Sammelklage verschiedener Umweltorganisationen nach starker Gegenwehr der deutschen Automobilindustrie vor dem höchsten deutschen Gericht bestätigt wurde und es damit als festgestellt galt, dass das Betreiben von Verbrennungsmotoren den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt, waren die Tage dieser Fahrzeugtypen, die letztlich auf Technik des 19. Jahrhunderts basierten, gezählt. Das oberste Gericht sah es als erwiesen an, dass das Benutzen solcher Motoren in der Öffentlichkeit den § 223 StGB Absatz 1 »Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft« und ebenfalls Absatz 2 »Der Versuch ist strafbar« voll erfüllt. Das Gericht begründete seine Entscheidung damals damit, dass die Definition, wie eine solche strafbare Gesundheitsschädigung erfolgen müsste, nämlich beispielsweise durch Verunreinigungen von Wasser oder Luft durch Giftstoffe oder durch Beibringen eines gesundheitsschädlichen Stoffes, eindeutig erfüllt sind. Gleichzeitig waren ebenso keine Ausnahmen für Verbrennungsmotoren im Gesetz beschrieben und somit gab es für das Gericht seinerzeit nur dieses eine mögliche Urteil. Mehr lesen