Spanien: Solarenergie zerschlagen, Atomenergie fördern

Spanische Parlament. Volle Kraft zurück. Foto: © Luis García / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Spaniens konservative Regierung tritt dem Kreis der Realitätsverweigerer bei und kehrt dem Solarstrom den Rücken zu.  Zudem roll sie der Atomindustrie den roten Teppich aus.

Spanien ist ein sonnenreiches Land, an bis zu 300 Tage scheint diese vom Himmel. Im südlichen Spanien locken 3000 Sonnenstunden – das sind etwa doppelt so viele wie in nördlicheren, europäischen Ländern. Somit hat Spanien wie kaum ein Land so gute Voraussetzungen, um Europas Sonnenenergievorreiter zu sein und doch fristet der Solarstrom in Spanien ein Schattendasein.

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Erneuerbare Energien legen um rund 20 Prozent zum Vorjahr zu

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Intelligente Energie-„Erzeugung“. Foto: © Molgreen / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben die erneuerbaren Energien 114.723 Gigawattstunden zur Brutto-Stromerzeugung in Deutschland beigetragen, wie aus den Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht. Dies liege 19,5 Prozent über dem Wert von 2014 und sei fast doppelt so viel, wie die Kernenergie erzeugte.

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Solar: 100-Faches Niveau im Vergleich zum Jahr 2000

Weltweit installierte PV-Kapazitäten von 1996 bis 2014

Im Jahre 2014 erreichte die weltweit produzierte Menge an Solarstrom einen Rekord: Heute wird das Hundertfache des Niveaus des Jahres 2000 an Solarstrom produziert.

Allein 2014 wurden rund 40 Gigawatt neu installiert, was die gesamte installierte Solarkapazität weltweit auf 178 Gigawatt brachte. China lag mit 10,6 GW an der Spitze, gefolgt von Japan (9,7 GW) und der USA mit 6,5 GW.

Im Jahre 2014 erzeugten erneuerbare Energiequellen in Europa zum ersten Mal mehr Elektrizität, als die Atomkraftwerke. Dieses Verhältnis wird in Europa zudem deutlich zunehmen. Nach der jüngsten Ausgabe des »BP Energy Outlook« werden die erneuerbaren Energiequellen (ohne Wasserkraft) die Atomstromproduktion in den frühen 2020er Jahren auch global überholen. Mehr lesen

Deutschland: Stadt Hanaus beispielhafter PV-Weg

Nicht nur Stromlieferant, sondern auch schön: PV-Dächer. (Beispielbild)

Städte und Gemeinden können mit ihren eigenen Immobilien viel für die Energiewende tun – leider geschieht dies noch deutlich zu wenig. Die etwa 90.000 Einwohner zählende Brüder-Grimm-Stadt Hanau zeigt, wie es geht.

Hanaus vorbildlicher Beitrag für Klimaschutz und Energiewende geht in die nächste Runde. Nachdem alle Schulen und eine Sporthalle mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgerüstet worden sind, stehen als nächstes die Kita-Dächer im Zentrum der Planungen. Zwei Kitas sollen sich künftig selbst mit Strom vom Dach versorgen. Hanaus Bau- und Umweltdezernent Andreas Kowol freut sich über die rasante Entwicklung der eigenen  Solarstrom-Erzeugung, welche gerade im diesem sonnenreichen Sommer für viel Ertrag sorgte. Mehr lesen

Öffentliche Ladestation mit kostenlosem Solarstrom für Elektro-Autos und E-Bikes

Logo der Plant-for-the-Planet Initiative. Credits: Allamundo / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Erster Plus-Energie-Bahnhof Deutschlands bietet kostenlosen Solarstrom für Elektro-Autos und E-Bikes an

In Uffing am Staffelsee steht der erste Plus-Energie-Bahnhof Deutschlands. Der am 26. Juli eingeweihte »Blaue Bahnhof« ist Sitz der Kinder- und Jugendstiftung Plant-for-the-Planet und produziert mehr Energie, als die Nutzer verbrauchen. Den überschüssigen Solarstrom der Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 17,75 Kilowatt (kWp) speichert ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 11. Kilowattstunden (kWh). Das Gebäude wird somit auch nachts mit Solarstrom versorgt.

Die überschüssige Energie reicht auch aus um Elektro-Autos und E-Bikes kostenlos mit Strom zu versorgen. Diese können demnächst über eine öffentliche Ladestation jederzeit kostenlos geladen werden.

Dieses Positiv-Beispiel wird in einigen Jahren Normalität sein, denn Sonne und Wind selbst kosten nichts.

Quelle: www.emobilserver.de

Indien: Verfünffachung des Ausbauziels für Solarstrom

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Narendra Modi, Prime Minister of India. Credits: Narendra Modi

Nachdem Indien noch einem Jahr mit der Meldung enttäuschte, daß der neue Ministerpräsident Narendra Modi im Bereich der Solarenergie nicht über die Ziele der Vorgängerregierung hinauszugehen wollte, hat die Regierung Modi nun einen kompletten Richtungswandel angekündigt: Im Rahmen der »National Solar Mission« hat die indische Regierung das Ausbauziel der PV-Kapazitäten bis zum Jahr 2022 auf 100.000 MW erhöht – das ist fünf mal mehr als das alte Ziel von 20.000 MW.

Dies ist ein anspruchsvolle Ansage, die in dem sonnenreichen Land aber nicht unrealistisch ist.

Realisiert wird der Ausbau wie folgt: 60.000 MW sollen durch PV-Großanlagen und die restlichen 40.000 MW sollen durch netzgekoppelte Dachanlagen im öffentlichen, gewerblichen und im privaten Bereich installiert werden.

Quelle: pv-magazine.de