Wohlhabende belasten Klimabilanz erheblich

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Studie des Umweltbundesamtes: Wohlhabende belasten Klimabilanz erheblich. Foto: M_H.DE, CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Wie der eigene Beitrag für das Klima und somit die Welt von Morgen unserer Kinder aussieht, hängt nicht vom Bewusstsein ab, sondern vor allen vom Einkommen. Hohe Mobilität und Energieverbrauch wohlhabender Deutscher drücken maßgeblich auf die Gesamt-CO2-Bilanz.

Naomi Kleins aktuelles Buch »Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima« zeigt exemplarisch auf, was seit Jahren in der Wissenschaft bekannt ist – der Zusammenhang zwischen Konsum und Umweltbilanz. Sind solche Feststellungen aus dieser Richtung nicht gerade überraschend, ist es hingegen die Tatsache schon, dass jetzt auch das Umweltbundesamt (UBA) zu identischen Ergebnissen gelangt. In einer kürzlich veröffentlichten Studie macht das UBA deutlich, dass Mobilität und Wohnen entscheidend für die Klimabilanz der Deutschen ist. Zudem stellte die Studie heraus, dass ein möglicherweise vorhandenes Umweltbewusstsein nur eine geringe bis gar keine Rolle beim Klima- und Umweltschutz spielt. Entscheidend für die Klimabilanz ist das Einkommen: Steigt es, steigen auch die Ansprüche und somit zugleich klimaschädliche Taten. Oder um es mit Worten aus der Studie zu sagen: »Menschen aus  einfachen Millieus, die sich selbst am wenigsten sparsam beim Ressourcenschutz einschätzen und die ein eher geringeres Umweltbewusstsein haben, belasten die Umwelt am wenigsten.« Mehr lesen

Gesellschaftliche Determinanten

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Die zentrale Frage, welche wir uns stellen müssen ist, warum diese Gesellschaft nicht in der Lage zu sein scheint, ihre eigenen Lebensgrundlagen zu erhalten, indem sie von ihrem rapide voranschreitenden, zerstörerischen Einwirken auf die Umwelt ablässt. Die Fakten zum Klimawandel liegen methodisch eruiert, als wissenschaftlicher Konsens ausgebreitet auf dem Tisch – für jeden zugänglich, für jeden verständlich. Dennoch ignorieren breite Teile dieser Gesellschaft die von den Fachleuten der Welt bereitgestellte Diagnose. Wie kann das sein?

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