Deutschland: Stadt Hanaus beispielhafter PV-Weg

Nicht nur Stromlieferant, sondern auch schön: PV-Dächer. (Beispielbild)

Städte und Gemeinden können mit ihren eigenen Immobilien viel für die Energiewende tun – leider geschieht dies noch deutlich zu wenig. Die etwa 90.000 Einwohner zählende Brüder-Grimm-Stadt Hanau zeigt, wie es geht.

Hanaus vorbildlicher Beitrag für Klimaschutz und Energiewende geht in die nächste Runde. Nachdem alle Schulen und eine Sporthalle mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgerüstet worden sind, stehen als nächstes die Kita-Dächer im Zentrum der Planungen. Zwei Kitas sollen sich künftig selbst mit Strom vom Dach versorgen. Hanaus Bau- und Umweltdezernent Andreas Kowol freut sich über die rasante Entwicklung der eigenen  Solarstrom-Erzeugung, welche gerade im diesem sonnenreichen Sommer für viel Ertrag sorgte. Mehr lesen

Deutschland: 84 Prozent des Stroms aus Erneuerbareren

Teil der Erneuerbaren – Windkraft.

Nachdem am 9. Juli Dänemark einen beachtlichen Rekord verzeichnen konnte, indem an diesem Tag in Dänemark allein durch die Windkraft 140 Prozent des eigenen Strombedarfs gedeckt werden konnte, gab es auch in Deutschland einen beachtlichen Rekord: Am Sonntag, den 23. August wurden 84 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland durch erneuerbare Energien abgedeckt.

Der Spitzenwert war um 13:00 Uhr erreicht, mit einer nachgefragten Strommenge von rund 59.000 Megawatt. Dies ist für Deutschland zwar ein relativ niedriger Wert, weil an einem Sonntag deutlich weniger Gewerbe- und Industrieanlagen Stom benötigen, aber dennoch ist dieses Ergebnis erwähnenswert. Im Juli hat es darüber hinaus aufgrund der günstigen Wetterlage mit vielen Sonnenstunden ähnliche Spitzenwerte bei der Solarstrom-Erzeugung gegeben: Der Rekord dieses Jahres wurde im Frühling, am 21. April erzielt, als 25.826 Megawatt Leistung erreicht wurden. Am letzten Sonntag, den 23. August betrug der Beitrag der Solarenergie laut Daten von Agora Energiewende 24.334 Megawatt. Mehr lesen

Kommentar zur Studie des Institus der deutschen Wirtschaft (IW): Energiewende kostet die Verbraucher 28 Milliarden Euro

Haus der Propaganda – Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Foto: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

von Klimus

Immer wenn Interessengruppen etwas erreichen wollen, wird das Spiel mit der Angst gespielt. Aktuell beginnt das von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanzierte ›Institut der deutschen Wirtschaft‹ (IW) eine neue Runde. Das Ziel: Die Energiewende verzögern, am liebsten verhindern, denn wenn es nach den Energieunternehmen und vieler Unternehmen ginge, dann würden sie einfach so weitermachen wie bisher.

Laut einer gestern veröffentlichten Studie des IW, welches auch für das neoliberale Think Tank ›Initiative neue soziale Marktwirtschaft‹ (INSM) tätig ist, solle die Energiewende den StromkundInnen 28 Milliarden Euro kosten und einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden würde dann nach dieser Rechnung circa 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende zahlen. Das sollte die schockierede Nachricht sein. Mehr lesen