1. Mobilität

autofrei

„Autofrei“ kann tatsächlich sehr genussvoll sein. Foto: Martin Reis / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Wer öfter mal das Fahrrad nutzt steigert nicht nur den Sauerstoffgehalt in Hirn und Körper, wird fitter und baut zudem Glückshormone auf, sondern spart ganz direkt CO2-Emissionen ein.

Bei der Mobilität ist es für jeden sehr einfach aktiv CO2-Emissionen einzusparen und darüber hinaus auch noch ein Signal an die Außenwelt, etwa an Nachbarn, Freunde, Kollegen und so weiter zu geben, dass SIE jetzt Klimaschützer sind und verantwortlich handeln.

Zerstören nicht nur das Klima, Autos lassen keinen Platz mehr für den Menschen.

Sind wir doch mal ganz ehrlich: Wie viele Autofahrten waren doch unnötig oder der persönlichen Bequemlichkeit geschuldet, wie beispielsweise die morgendliche Fahrt zur BäckerIn oder die Arbeit um die Ecke et cetera? Viele. Gerade zum Thema Arbeitsweg und Pendeln gibt es eine Studie des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur. Aus dieser geht hervorgeht, dass ganze 24,6 Millionen der 30 Millionen PendlerInnen ihren Arbeitsweg statt mit dem Auto beispielsweise auch mit dem E-Bike oder gar Fahrrad zurücklegen könnten, da 82 Prozent dieser PendlerInnen einen Arbeitsweg von unter 25 Kilometern und jedeR zweite sogar weniger als zehn Kilometer zur Arbeit fährt.

Radparkplatz – Platzsparend und abgasfrei. Bild: Jan Hagelskamp1 / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

Ärzte sind sich zudem sicher, dass viele Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht aus Bewegungsmangel und die daraus resultierenden Krankheiten wie Hypertonie etc. deutlich abnehmen würden und die Menschen im Allgemeinen gesünder, kräftiger, belastbarer und ausgeglichener sein würden, wenn öfter das Fahrrad genutzt wird oder kurze Strecken auch mal wieder zu Fuss gegangen werden. Wer nach einem überwiegenden, sitzenden Bürotag auf dem Nachhauseweg auf dem Fahrrad bewegt, kommt entspannt zuhause an und muss zudem nicht noch ins Fitness-Center.

Und wenn es aus irgendwelchen Gründen doch ein Auto mit Verbrennungsmotor sein muss, muss auch hier die Vernunft nicht abgeschaltet sein: Warum man 2 Tonnen Stahl, Glas und Kunststoff bewegen muss, um 80 kg Mensch von A nach B zu fahren, kann sachlich wirklich nicht erklärt werden. Ein solches Monstrum zu fahren kann vor dem Hintergrund der Klimarealitäten weder Ausdruck eines »persönlichen Erfolges« noch »cool« sein, sondern ist vielmehr dissozialer Ausdruck infantiler Ungebildetheit und deshalb vollkommen uncool. Sagen Sie dies ruhig ganz souverän dem oder der Nächsten, der oder die dünkelhaft und elitär neben Ihnen aus einem solchem Panzer aussteigt, oder auch Kurzstrecken stets mit dem Auto fährt. Sollte Ihnen die Standardantwort des »blanken Neides« entgegenhallen, dürfen Sie diese Person auch gern lauthals auslachen, denn das zeigt noch vielmehr, das diese Menschen emotional im Neandertal leben. Kommen Sie, haben Sie Mut, holen Sie solche Menschen aus der Steinzeit in die Neuzeit – wo immer Sie können!

Fliegen – wirklich nur wenn man muss!

Weiterhin gilt allgemein, wer aufs Fliegen verzichten kann, sollte dies tun, oder es zumindest auf das wesentliche beschränken, denn das spart besonders viel CO2-Emissionen ein. Im Flugzeug setzen Sie 380 g CO2 pro Kilometer frei – im Zug hingegen nur Bahn 40 g CO2  pro Kilometer. Das heist, für die Emissionen, welche Sie mit dem Flugzeug bei 2500 Kilometern Wegstrecke an Treibhausgasen aussetzten, könnten Sie ganze 23.750 Kilometer mit der Bahn fahren, bis Sie mit diesem Verkehrsmittel die gleiche CO2-Bilanz vorzuzeigen hätten. Vergessen Sie also bitte die »Billigflieger« und entschleunigen Sie!

Übersicht der CO2-Emissionen pro Kilometer und pro Person

Flugzeug: 380 g CO2-Emissionen/km
moderner Mittelklasse-PKW: 150 g CO2-Emissionen/km
Bahn: 40 g CO2-Emissionen/km
Reisebus: 20 g CO2-Emissionen/km
Mittelklasse-Elektro-PKW (16 kwh/100 km): 7 g CO2-Emissionen/km mit Ökostrom
Leichtbau-Elektro-PKW (8 kwh/100 km): 3,5 g CO2-Emissionen/km mit Ökostrom
Fahrrad: 0 g CO2-Emissionen/km

Auf den bundesdeutschen Durchschnitt gesehen machen Verhaltensanpassungen im Bereich Mobilität Einsparungen von 1 bis 2 Tonnen Kohlendioxid/Jahr pro Person aus.

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1 »CO2-Vergleich PKW-Flugzeug-Bus-Bahn«. http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html#CO2-PKW-Flugzeug-Bus-Bahn