Wohlhabende belasten Klimabilanz erheblich

uba

Studie des Umweltbundesamtes: Wohlhabende belasten Klimabilanz erheblich. Foto: M_H.DE, CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Wie der eigene Beitrag für das Klima und somit die Welt von Morgen unserer Kinder aussieht, hängt nicht vom Bewusstsein ab, sondern vor allen vom Einkommen. Hohe Mobilität und Energieverbrauch wohlhabender Deutscher drücken maßgeblich auf die Gesamt-CO2-Bilanz.

Naomi Kleins aktuelles Buch »Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima« zeigt exemplarisch auf, was seit Jahren in der Wissenschaft bekannt ist – der Zusammenhang zwischen Konsum und Umweltbilanz. Sind solche Feststellungen aus dieser Richtung nicht gerade überraschend, ist es hingegen die Tatsache schon, dass jetzt auch das Umweltbundesamt (UBA) zu identischen Ergebnissen gelangt. In einer kürzlich veröffentlichten Studie macht das UBA deutlich, dass Mobilität und Wohnen entscheidend für die Klimabilanz der Deutschen ist. Zudem stellte die Studie heraus, dass ein möglicherweise vorhandenes Umweltbewusstsein nur eine geringe bis gar keine Rolle beim Klima- und Umweltschutz spielt. Entscheidend für die Klimabilanz ist das Einkommen: Steigt es, steigen auch die Ansprüche und somit zugleich klimaschädliche Taten. Oder um es mit Worten aus der Studie zu sagen: »Menschen aus  einfachen Millieus, die sich selbst am wenigsten sparsam beim Ressourcenschutz einschätzen und die ein eher geringeres Umweltbewusstsein haben, belasten die Umwelt am wenigsten.« Mehr lesen

Alltägliche Absurditäten – Kommentar

von Klimus

Die internationale Automobilausstellung 2015 ist seit knapp 3 Wochen Geschichte – die alltäglichen Absurditäten sind es nicht.

blendwerk

Blendwerk. Autoindustrie und Politik und das Märchen vom Fortschritt. Foto: © RudolfSimon / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Es beleidigt meine Intelligenz, wenn sich Zeitgenossen wie Dr. Dieter Zetsche (Daimler AG), Harald Krüger (BMW Group), Jürgen Schrempp bzw. jetzt Matthias Müller (Volkswagen AG) und Prof. Rupert Stadler (Audi AG) in Interviews oder zuletzt auf der IAA hinstellen und mir was von intelligenten Technologieprodukten mit maximalem Coolness-Faktor, von Spitzenprodukten deutscher Entwicklerkunst erzählen wollen. Sie geben das wieder, was ihnen pferdeschwänzige Marketingstrategen und Designer täglich vorsalbabern – es ist für sie Wirklichkeit geworden. Aber wohlbemerkt, wir reden hier von Automobilen mit Verbrennungsmotor!

Seit etwa 10 Jahren ist es Realität, dass wir über Antriebe verfügen, die weder die Umwelt noch die Gesundheit von Mensch und Tier zerstören – die Verbrennungsmotoren, die seit dem 19. Jahrhundert die Mobilität garantierten, hätten seit dem zunehmend dahin verfrachtet werden können, wohin sie gehören – auf den Müllhaufen der Geschichte, denn sie haben ihren Dienst auf dem damaligen Stand der Entwicklung getan. Sicher, auch heute kann man noch hier und da Verbrennertechnik verwenden – das KFZ allerdings gehört definitiv nicht mehr dazu. Tesla zeigt uns allen heute ungerührt den Stand der Technik mit ihren Elektrofahrzeugen – nahezu lautlose, emissionsfreie Fortbewegung mit locker 500 km Reichweite. Damit auch dem letzten klar wird, wie rückständig Verbrenner-Automobile sind zitire ich einmal (ausnahmsweise) Tesla: »Der zukunftsweisende Tesla Elektroantrieb begeistert durch seine unglaubliche Dynamik. Im Gegensatz zu Benzinmotoren, bei denen sich Hunderte von Teilen drehen und bewegen, kennen Tesla Elektromotoren nur ein Teil, das rotiert: den Rotor. Da stets das volle Drehmoment anliegt, beschleunigt das Model S über den gesamten Geschwindigkeitsbereich mit gewaltigem Vortrieb, aber leise und gleichmäßig. Ein beherzter Druck auf das Beschleunigungspedal und die leistungsstärkste Version des Model S sprintet in rekordverdächtigen 3,0 Sek. von 0 auf 100 km/h – ohne Zögern oder einen Tropfen Benzin. Das Model S präsentiert sich damit zurecht als neueste Evolutionsstufe im Automobilbau.« Wer diese Realität nicht kennt, sollte den Link wirklich einmal anklicken und sich anschauen, wie alt unsere Auto-Konzern-Großkopferten wirklich sind. Mehr lesen

Deutschland: Es ist geschafft – Alle Städte Deutschlands erfüllen den Standard »Luftkurort«

Erfüllten seit 2016 den Straftatbestand der Körperverletzung: Autos mit Verbrennungsmotor

2025 ist ein Jahr der Freude für alle Menschen in Deutschland – neun Jahre nach dem spektakulären Urteil in der letzten Instanz des höchsten deutschen Gerichts ist es heute auch der letzten Stadt in Deutschland gelungen den Standard »Luftkurort« zu erreichen. Durch den Betrieb elektrisch betriebener Fahrzeuge sind in Deutschlands Städten keine Feinstaubbelastungen, keine Umweltgifte wie krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, Benzole, Ruß und die noch gefährlicheren Schwermetalle mehr messbar. Darüber hinaus sind die Städte wieder so leise geworden, dass auch die durch die damaligen Lärmemissionen verdrängte Vogel- und Tierwelt wieder in die Städte zurückfanden. Die Städte haben sich zu Oasen gewandelt und die Menschen im Lande atmen auf.

Rückschau: Nachdem vor 9 Jahren, im Juli 2016, die Sammelklage verschiedener Umweltorganisationen nach starker Gegenwehr der deutschen Automobilindustrie vor dem höchsten deutschen Gericht bestätigt wurde und es damit als festgestellt galt, dass das Betreiben von Verbrennungsmotoren den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt, waren die Tage dieser Fahrzeugtypen, die letztlich auf Technik des 19. Jahrhunderts basierten, gezählt. Das oberste Gericht sah es als erwiesen an, dass das Benutzen solcher Motoren in der Öffentlichkeit den § 223 StGB Absatz 1 »Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft« und ebenfalls Absatz 2 »Der Versuch ist strafbar« voll erfüllt. Das Gericht begründete seine Entscheidung damals damit, dass die Definition, wie eine solche strafbare Gesundheitsschädigung erfolgen müsste, nämlich beispielsweise durch Verunreinigungen von Wasser oder Luft durch Giftstoffe oder durch Beibringen eines gesundheitsschädlichen Stoffes, eindeutig erfüllt sind. Gleichzeitig waren ebenso keine Ausnahmen für Verbrennungsmotoren im Gesetz beschrieben und somit gab es für das Gericht seinerzeit nur dieses eine mögliche Urteil. Mehr lesen

Elektro-Mobilität? Alles Märchen.

Diese ARD-Dokumentation legt eindrucksvoll dar, wie Politik und Industrie gemeinsam die CO2-Vorgaben aus Brüssel aushebeln und damit unverblümt zeigen, dass sie kein Interesse daran haben, die E-Mobilität voranzubringen.

Diese Dokumentation ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie man einen komplexen Sachverhalt kritisch analysiert, ohne sich in Details zu verstricken. Katharina Adami und Josef Streule haben in der Praxis getestet, was in der Theorie so gut klingt: Wo steht Deutschland in Sachen Elektromobilität im internationalen Vergleich, sind die Autos überhaupt alltagstauglich, und wie sieht es mit dem anscheinend sagenhaft niedrigen Verbrauch der Hybridfahrzeuge aus? Deutschland ist im Bereich E-Mobilität ein echtes Entwicklungsland – auch was die Infrastruktur der Ladestationen angeht.

Der Titel nimmt das Fazit vorweg: alles Märchen. Bewusst herbeigeführt, geschönt mit ausschweifenden Floskeln. E-Autos werden bewusst teurer abgeboten, obwohl sie in der Herstellung günstiger sind – das Statement von Julian Weber, Leiter E-Mobilität BMW AG, dazu ab Minute 11 wirkt schon etwas deplatziert arrogant.

Die deutsche Automobilindustrie kassiert Millionen Subventionen an Steuergeldern für die Entwicklung von E-Fahrzeugen, obwohl sie Milliaden Gewinne einfahren. Sie rechnen mit unglaublichen Tricks ihre Normverbräuche und CO2-Vorgaben der Flotte schön – Abweichungen von 100 Prozent offenbaren die Alltags-Praxistests, und das ganz legal! Steinzeitliche Dickschiffe, wie SUVs werden mit Hybridmotor ausgerüstet – das mag gut für das Umweltbewusstsein des Steinzeitlichen-SUV-Fahrers sein, aber im E-Betrieb reicht die Energie ganze 31 Kilometer.

Die Liste der in dieser Dokumentation anschaulich vorgeführten Absurditäten scheint schier endlos. Sehenswert!

(Quellenhinweis: Video extern von YouTube eingebettet.)

Dokumentation: »Die story im Ersten: Das Märchen von der Elektro-Mobilität« Sendetermin TV: Montag, 10.8., ARD, 23.15 Uhr