Politik wusste bereits seit Jahren von den Abgasbetrügereien

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, CSU. Hand in Hand mit der Autolobby. Foto: Michael Lucan, CC-BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Schon seit Jahren liegen der EU-Kommission Informationen dazu vor, dass Autohersteller bei den Abgaswerten von Dieselautos lügen und betrügen. Dies offenbaren interne Dokumente, welche erkennen lassen, dass das Wissen über den Skandal bis in die Mitte der 2000er Jahre zurückreicht. Jahrelang geschah nichts. Den Spiegel Online und The Guardian vorliegenden Dokumenten ist zu entnehmen, dass es sowohl innerhalb der Kommission als auch mit Regierungen der EU-Staaten ein jahrelanges Hin und Her gab – und dass auch die Bundesregierung bereits 2012 an Treffen beteiligt war, in denen es um Abgasmogeleien ging, die dann im September 2015 im Zuge des VW-Skandals bekannt wurden.

Experten beobachten bereits früh ein seltsames Phänomen: Die Luftqualität in Städten verbessert sich weniger schnell, als es angesichts der strenger werdenden Auto-Abgasvorschriften zu erwarten wäre. Eine gemeinsame Forschungsstelle, das Joint Research Centre (JRC), wurde mit der Messung des Abgasausstoßes im realen Fahrbetrieb beauftragt und stellte fest, dass der Stickoxid-Ausstoß von Dieselfahrzeugen im realen Fahrbetrieb viel höher ist, als in den Labortests. 2008 werden erste Ergebnisse in einem Fachblatt veröffentlicht, und diese fanden auch ihren Weg in die Kommission. Am 8. Oktober 2010, also rund drei Jahre nach den JRC-Tests, heißt es in einem internen Schreiben, es sei wohlbekannt, dass es eine Diskrepanz zwischen den Emissionen von Diesel-Autos bei der Typenzulassung und im normalen Fahrbetrieb gebe. Mehr lesen

Elektromobilität schützt nicht nur das Klima maßgeblich

Vollkommende, lokale Emissionsfreiheit: Weder CO2, noch krankmachende Abgase, noch der ewig nervende Lärm. Technik die wirklich begeistert – das Elektroauto! Bild: Clément Bucco-Lechat / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Natürlich ist ein Elektroauto schon heute umwelt- und klimafreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – tendenziell sowieso.

Die Elektromobilität fördert die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen und sie wird von Tag zu Tag klimafreundlicher, da der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix kontinuierlich steigt, der Materialeinsatz bei der Batterieherstellung stetig abnimmt, die ständige Verbesserung der Stromspeicher eine höhere Energiedichte ermöglicht und damit derelektrochemische Speicher weniger Gewicht mit sich bringt, und zu allerletzt der Anteil der Privathaushalte mit Elektrofahrzeug steigt, die ihre Stromspeicher mit der eigenen Solaranlage laden.

Und die Entwicklung dieser Zukunftstechnik geht zudem rasant voran. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) hat mit einer eher konservativen Annahme festgestellt, dass selbst mit dieser vorsichtigen Berechnung die CO2-Emissionen bei der Batterieproduktion bis 2020 auf die Hälfte und bis 2030 auf ein Drittel des heutigen Wertes sinken werden. Gleichfalls sind Batterien genau wie Abermillionen von Smartphone- und Notebookakkus im verschlossenen Zustand vollkommen ungefährlich und sicher. Mehr lesen