Windkraft im Wald

Windkraft im Wald?

Es wird durch eine Umfrage gegen »Windkraft im Wald« Stimmung gemacht. Wie fast immer bleibt dabei die Sachlichkeit auf der Strecke, vor allem dann, wenn der Auftraggeber dieser Umfrage die Deutsche Wildtier Stiftung mit dem Alleinvorstand Fritz Vahrenholt ist. Dieser hat sich als Klimaskeptiker einen »Namen« gemacht.

Ein Beitrag von Diethard Rolink, Redaktion top agrar

Der abgetrennte Kopf eines Greifvogels. Ein besseres Motiv hätte die Deutsche Wildtierstiftung für ihre Pressemeldung nicht wählen können. Zusammen mit der Überschrift „Emnid-Umfrage belegt: 79 % der Befragten lehnen Windkraft im Wald ab“ ist die Botschaft auch ohne Lesen des Textes klar: Die meisten Deutschen wollen die „Tier-Schredder“ nicht und das kann ihnen auch keiner verübeln.

Übel nehmen könnte man der Deutschen Wildtierstiftung allerdings die Art und Weise, wie sie die fragwürdigen Ergebnisse für einen Rund-Um-Schlag gegen den Ausbau der Windkraft benutzt. Die Meinungsforscher von Emnid haben im Auftrag der Stiftung die Teilnehmer an der Umfrage unter anderem mit der Aussage konfrontiert: „Für den Ausbau der Windenergie sollten generell keine Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden.“ Hand aufs Herz: Was hätten Sie geantwortet? Vermutlich „Ich stimme zu“. Wer ist schon dafür, dass Wälder abgeholzt oder durchschnitten werden und anschließend aussehen wie Labyrinthe in Maisfeldern? Weiterlesen