Faktizitäten zur Kohle

kohleatlas

Rechtzeitig zu Paris: Der Kohleatlas 2015 der Heinrich-Böll-Stiftung. Bild: Heinrich-Böll-Stiftung

In zwei Wochen tagt in Paris die Weltklimakonferenz. Keine Frage, die Welt blickt in diesen Tagen gebannt in eine der schönsten Städte Westeuropas. Sich zum Gipfel die Fakten über Kohle zu vergegenwärtigen, ist hilfreich, denn Braun- und Steinkohle sind die schmutzigsten Energieträger der Welt – keine anderen emittieren mehr CO2.

Um sich einen umfangreichen Überblick über die ökologischen Fakten »der dreckigen Energieträger« zuteil werden lassen zu können, hat die Heinrich-Böll-Stiftung den Kohleatlas 2015 herausgebracht, welcher wohl eine der umfangreichsten, für die Allgemeinheit veröffentlichten Faktensammlungen zur Kohle darstellt. Dieser Atlas ist wichtig, denn vergessen werden darf nicht, dass wenn die Weltgemeinschaft  das Klimaziel von einer maximalen Temperaturerhöhung von 2 Grad nicht verfehlen will – die »2 Grad-Grenze« gilt den Klimaexperten zwar bereits als gravierend, aber möglicherweise noch handelbar -, dann müssen 80 Prozent der bekannten Kohlereserve im Boden bleiben! Überschreitet die globale Durchschnittstemperatur diesen Wert, wird es prekär.

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Kommentar zur Studie des Institus der deutschen Wirtschaft (IW): Energiewende kostet die Verbraucher 28 Milliarden Euro

Haus der Propaganda – Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Foto: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

von Klimus

Immer wenn Interessengruppen etwas erreichen wollen, wird das Spiel mit der Angst gespielt. Aktuell beginnt das von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanzierte ›Institut der deutschen Wirtschaft‹ (IW) eine neue Runde. Das Ziel: Die Energiewende verzögern, am liebsten verhindern, denn wenn es nach den Energieunternehmen und vieler Unternehmen ginge, dann würden sie einfach so weitermachen wie bisher.

Laut einer gestern veröffentlichten Studie des IW, welches auch für das neoliberale Think Tank ›Initiative neue soziale Marktwirtschaft‹ (INSM) tätig ist, solle die Energiewende den StromkundInnen 28 Milliarden Euro kosten und einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden würde dann nach dieser Rechnung circa 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende zahlen. Das sollte die schockierede Nachricht sein. Weiterlesen