4. Konsum

Für vernunftwidrigen Transport von Lebensmitteln und anderen Konsumprodukten werden sehr hohe CO2-Emissionen freigesetzt.

Dies geschieht täglich wenn beispielsweise Einzelteile von Spanien nach Polen zum lackieren und von dort nach Italien zum zusammenzusetzen gebracht werden, oder wenn Krabben aus der Nordsee per Flugzeug nach Tunesien zum Krabbenpulen geflogen werden, um sie danach wieder zurück nach Deutschland zu fliegen, um sie hier zu verkaufen. Zudem werden viele Lebensmittel, die durch die ganze Welt geflogen oder per Schiff transportiert werden zu großen Mengen im Zielland weggeschmissen, weil sie nicht mehr verkauft werden können.

Obst und Gemüse vom Wochenmarkt: Die meiste Ware ist von sich aus schon verpackt

Wer weitgehend auf regionale Produkte zurück zugreift und sich zudem hier und dort über die Produktionswege informiert, legt somit den nächsten Schritt vor – was nicht hunderte oder gar tausende Kilometer transportiert werden muss, setzt kein CO2 auf dem Transportweg durch den Transport frei.

Verpackungen bedeutet viel CO2-Emission

Ohne Verpackungen einkaufen in Kiel bei „Unverpackt“ – nachhaltige Idee auch für das Klima!

Wer zudem verpackungsarm oder verpackungsfrei einkauft, spart weitere Freisetzungen von CO2 ein, denn wenn Verpackungen weder produziert noch später verbrannt werden müssen wird auch kein CO2 freigesetzt: Für die Herstellung von Verpackungsmaterialien aller Art werden nicht nur wertvolle Rohstoffe verbraucht, die Herstellung ist immer auch mit Verbrennung verbunden. Dies geschieht beispielsweise in den Raffinerien, in denen das Erdöl in die verschiedenen Kunststoffe etc. aufbereitet wird.

Greifen Sie daher ab sofort auf Produkte zurück, die entweder gar nicht verpackt sind, oder wenn verpackt, dann entweder im Pfandglas oder auf Papier- oder Pappbasis, natürlich möglichst aus zertifizierter, verantwortungsvoller Holznutzung. Kunststoff verpackungsfrei oder verpackungs-arm einholen kann man inzwischen recht gut, vor allem dann, wenn man weitgehend Supermärkte meidet. Zudem gibt es in verschiedenen Städten (Kiel, Berlin, München, Bonn, Mainz, Wien etc.) Läden, in denen man eine große Anzahl der Dinge des täglichen Lebens in überwiegend Bio-Qualität verpackungsfrei beziehen kann – man geht einfach mit einer leeren Spülmittelflasche oder dem leeren Nudelglas oder ähnlichem dort hin und füllt diese wieder auf.

Aber auch die Bio-Stände auf den Wochenmärkten bieten sich hier natürlich an. Manchmal ist auch Einfallsreichtum und Kreativität gefragt, aber es kann auch richtig Freude bereiten nach Lösungen zu suchen, diese auch zu finden und der Unvernunft ein Schnippchen zu schlagen. Leider sind auch bei Bio-Produkten im Bio-Markt die Verpackungen oft nicht optimal. Sprechen Sie die Anbieter ruhig darauf an!

Ganz allgemein: Wer auf Nachhaltigkeit setzt statt auf vernunftwidrigen Wegwerf-Konsum, spart CO2-Emissionen im Herstellungsland, denn was nicht nachgefragt wird, braucht auch nicht CO2-Lastig produziert werden.

Auf den bundesdeutschen Durchschnitt gesehen lassen sich im Bereich Konsum etwa 2,5 – 3 Tonnen Kohlendioxid/Jahr pro Person einsparen.

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