Norwegen: Jeder dritte Neuwagen ein Elektroauto

Nissan LEAF an einer Ladestation. Bild: evgonetwork / CC BY-SA 2.0 (via Wikimedia Commons)

In Norwegen ist jeder dritte neu zugelassene Neuwagen ein E-Auto.  Im ersten Quartal dieses Jahres waren ein Drittel der Neuzulassungen E-Pkw. Das ist mehr als irgendwo sonst auf der Welt und eine drastische Steigerung gegenüber dem Vorjahr. 2014 hatten die Zulassungen von Fahrzeugen mit dem alternativen Antrieb im Jahresschnitt erst einen Anteil von 13 Prozent erreicht.

In Norwegen werden Elektroautos vom Staat mittels reduzierter Steuern subventioniert (ca. 6.200 EURO/Jährlich). Aber selbst hier zeigt sich Kritik: Ein durchschnittliches E-Auto reduziere die CO2-Belastung pro Jahr um 0,6 Tonnen – dies würde bedeuten, dass eine Tonne weniger CO2-Ausstoß demnach fast 10.000 Euro kosten würden. Zu viel für Anders Skonhoft, Volkswirtschaftsprofessor von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität NTNU in Trondheim, der meint, mit dem Geld könnte man dem Klima auf andere Art besser helfen.

Wenn also nach Skonhoft das norwegische Fördermodell nicht nachahmenswert ist und als »Symbolpolitik« abgetan wird, mit der »Politiker Handlungskraft beweisen wollten«, was dann? In einem liegt Skonhoft auf jeden Fall richtig: »Es muss viel teurer werden, das Klima zu belasten.« Beispielsweise über eine deutliche Verteuerung des Autoverkehrs überhaupt oder über eine kräftige Reduktion der vorhandenen CO2-Zertifikate.

Quelle: www.klimaretter.info

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