Deutschlands Verkehrspolitik: Aus dem letzten Jahrtausend

gelenkbus

Nur eine von vielen Möglichkeiten außer dem Auto – der Bus. Credits: KMJ / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Der Verkehrsforscher Andreas Knie, Professor am Wissenschaftszentrum Berlin, wurde zu den Verkehrs-Zukunftsperspektiven der Bundesregierung befragt. Sein Fazit ist ernüchternd: Ob die Bundesregierung im Verkehrsbereich genug für den Klimaschutz getan hat, kann man nicht wirklich beantworten. Denn die Regierung hat noch gar nichts unternommen.

Keine Ideen, keine Phantasien, nur kleinteiliges Verwalten, und auch das ist noch miserabel. Die Bundesregierung setzt weiter auf das private Auto mit Verbrenner mit der Familie Vater, Mutter, Kinder, mitten im grünen Garten. Die Bundesregierung ist in den 1970er und 1980er Jahren stehen geblieben. Die Menschen sind heute aber weiter und verfügen bereits jetzt über mehr Optionen als nur das eigene Diesel- oder Benzinauto.

Und das zeigt sich nicht nur in Umfragen, sondern im konkreten Handeln. Nur einige Trends: in den letzten zehn Jahren hat sich der Fahrradanteil am Verkehrsmarkt verdoppelt, der Anteil der Menschen unter 30 Jahren, die sich ein Auto kaufen, leasen oder sonst wie in Besitz nehmen, hat sich glatt halbiert. In den Großstädten sind seit zehn Jahren erstmals mehr Menschen unterwegs, die mehrere Verkehrsmittel nutzen, also ›multimodal‹ unterwegs sind, als immer nur mit einem – dem Auto – unterwegs zu sein.

Man könnte also mit der Verkehrswende in Richtung Null-Emission beginnen. Es ist letztlich genauso wie mit dem Rauchen. Die Einsicht, das Rauchen krank macht, war allen bewusst, das alleine reichte aber für eine wirksam Verhaltensänderung nicht aus. Nach langer Diskussion wurde das Rauchen in Flugzeugen, Bahnen und Restaurants einfach verboten. Das wirklich Interessante dabei: Die Menschen waren froh!

Das ganze Interview und Quelle: www.klimaretter.info/mobilitaet/hintergrund/19282-kein-kindergeburtstag-auf-dem-ponyhof

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