Forst zeigt höchstes Schadensniveau seit Jahrzehnten

Kraftvolles Grün. Wie lange noch?

Bezogen auf alle Baumarten und Altersstufen zeigen 85,4 Prozent der Bäume Blatt- beziehungsweise Nadelverluste. Das bedeutet: weniger als 15 Prozent der Bäume haben die Rekordhitze und Dürre unbeschadet überstanden.

Der Zustand des Frankfurter Forst hat sich nach Jahren der stetigen Verbesserung im Jahr 2015 abrupt verschlechtert. Dies geht aus dem diesjährigen Waldzustandsbericht des Grünflächenamtes hervor. Fast die Hälfte aller untersuchten Bäume (48,1 Prozent) hatten gelichtete Kronen mit stärkeren Blatt- und Nadelverlusten von 25 bis 100 Prozent (Schadstufen 2 und 3). Ein Prozent der Bäume war sogar ganz abgestorben. Dies sind die schlechtesten Werte seit Beginn der Waldzustandserhebung im Jahre 1984.

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18 Millionen Hektar Wald gingen allein 2014 weltweit verloren

buchenwaldTrotz optimistischer Berichte von politischen Gipfeltreffen nimmt die Waldfläche der Erde nach wie vor rasant ab.

18 Millionen Hektar ist eine Fläche so groß wie die Fläche der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen zusammen. Von den 18 Millionen Hektar gingen in den ganz besonders für das Erdklima wertvollen, tropischen Wälder fast 10 Millionen Hektar Wald verloren – das ist die Fläche der Südbundesländer Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Dies ist die traurige Bilanz eines einzelnen Jahres.

Dies ist auch die Bilanz der marktwirtschaftlichen, kapitalistischer Wirtschaftsweise, bei der es vordergründig um schnellen Kapitalgewinn geht – Nachhaltigkeit ist nahezu bedeutungslos, beziehungsweise kann den Unternehmen nur mit großem Aufwand abgetrotzt werden: »Trotz einer hohen Sensibilität bei der deutschen Bevölkerung in Bezug auf Wald, kommen nach wie vor viele Holz- und Papierprodukte ohne Zertifikat oder lediglich mit Eigenzertifikaten der Industrie auf den Markt. Die Ignoranz des Marktes gegenüber unkontrollierten Hölzern ist nach wie vor groß. Eigenzertifikate von Industrie und Waldbesitzern schaffen keinen Mehrwert für Verbraucher. In der Kombination schadet der Wettbewerb dieser nicht kontrollierten Hölzer vor allem dem Wald und den darin lebenden Menschen und Tieren. Wir brauchen für die Wälder dieser Welt verlässliche Mindeststandards und Regelungen, die am Markt dann auch gefördert werden.« legt FSC Deutschland Geschäftsführer Dr. Uwe Sayer dar. Weiterlesen