Kleines Costa Rica – ein Riese!

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Kinder beim Nationalfeiertag. Costa Rica, welches bereits in den 1950er-Jahren seine Armee zugunsten der Förderung von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen abgeschafft hat, ist auch in Sachen Umweltschutz ein Riese. Foto: © Bruce Thomson / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Vor rund 50 Jahren hat sich Costa Rica die Erhaltung seiner Natur als besonderes Anliegen zum Hauptziel gesetzt. Heute wird in Costa Rica fast der gesamte Strombedarf des Landes (98,3 Prozent) aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Den grössten Anteil daran hat die Wasserkraft mit 74,4 Prozent. Lediglich 1,3 Prozent stammen aus nichterneuerbaren Quellen, aus thermischen Kraftwerken, die Diesel oder Schweröl verbrennen. So kann sich ein Land entwickeln, wenn der politische Wille vorhanden ist.

Irene Cañas, die stellvertretende Umwelt- und Energieministerin, erklärt im Gespräch, wie stolz das Land auf seine grüne Philosophie ist. Seit Jahrzehnten werde bereits bei den Kleinsten in der Schule der Respekt für die Umwelt gelehrt. Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist ein Teil der Landeskultur gworden. Angefangen hat diese Einsicht in den 1960er Jahren, als die ersten Nationalparks geschaffen wurden. Heute stehen bereits 1/4 der Landesfläche unter Naturschutz! Mehr lesen

Paris und Pressemitteilung des Deutschen Klima Konsortiums

Prof. Dr. Mojib Latif, DKK-Vorstandsvorsitzender und Klimaforscher, Leiter des Forschungsbereichs Ozeanzirkulation und Klimadynamik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel © DKK, Foto: S. Sharifi

Paris steht vor der Tür und in nahezu allen medialen Nischen steht das Thema Klimawandel auf dem Plan. Die Klimarelevant-Redaktion hält sich (noch) zurück, da wir uns nicht in Spekulationen verlieren und das Ergebnis abwarten wollen. Wie wichtig der Gipfel ist, haben wir an vielen Stellen dieses Portals betont, gleichfalls aber ebenso unsere Besorgnis darüber mitgeteilt, wie wenig Vertrauen wir in die Fähigkeit der politischen Vertreter auf Grund der Erfahrungen der letzten 20 Jahre Klimapolitik hegen, diese Situation angemessen zu behandeln.

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Faktizitäten zur Kohle

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Rechtzeitig zu Paris: Der Kohleatlas 2015 der Heinrich-Böll-Stiftung. Bild: Heinrich-Böll-Stiftung

In zwei Wochen tagt in Paris die Weltklimakonferenz. Keine Frage, die Welt blickt in diesen Tagen gebannt in eine der schönsten Städte Westeuropas. Sich zum Gipfel die Fakten über Kohle zu vergegenwärtigen, ist hilfreich, denn Braun- und Steinkohle sind die schmutzigsten Energieträger der Welt – keine anderen emittieren mehr CO2.

Um sich einen umfangreichen Überblick über die ökologischen Fakten »der dreckigen Energieträger« zuteil werden lassen zu können, hat die Heinrich-Böll-Stiftung den Kohleatlas 2015 herausgebracht, welcher wohl eine der umfangreichsten, für die Allgemeinheit veröffentlichten Faktensammlungen zur Kohle darstellt. Dieser Atlas ist wichtig, denn vergessen werden darf nicht, dass wenn die Weltgemeinschaft  das Klimaziel von einer maximalen Temperaturerhöhung von 2 Grad nicht verfehlen will – die »2 Grad-Grenze« gilt den Klimaexperten zwar bereits als gravierend, aber möglicherweise noch handelbar -, dann müssen 80 Prozent der bekannten Kohlereserve im Boden bleiben! Überschreitet die globale Durchschnittstemperatur diesen Wert, wird es prekär.

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Energieforum 2015: Ein Klima verändert die Welt

Die Mitwirkenden bei der abschließenden Podiumsdiskussion. Von l.n.r.: Moderator Carsten Kock, Katharina Beyerl, Dr. Robert Habeck, Frank Eisoldt, Prof. Dr. Mojib Latif (mit Mikrofon)

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) lud zum Energieforum 2015 – Ein Klima verändert die Welt im Audimax ein. Expertinnen und Experten referierten über die Auswirkungen des globalen Klimawandels. Mit dabei war unter anderem die »Kieler Klima-Ko­ry­phäe« Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher am Geomar, CAU und diesjähriger Träger des deutschen Umweltpreises.

Vor rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörern im fast bis auf den letzten Platz gefüllten Hörsaal H im Audimax, wurde den Gästen ein breites Spektrum rund um das Thema Klimawandel geboten. In vier Impulsbeiträgen führte die geladene Referentin und ihre drei männlichen Kollegen die Interessierten in ihre jeweiligen Spezialgebiete ein. Jedes Gebiet eröffnete dabei eine andere Perspektive in das breite Themengebiet. Nach der Veranstaltungseröffnung durch Dr. Norbert Kopytziok, dem Projektleiter »klik – klima konzept 2030« der CAU, begannen die jeweils etwa 15 Minuten kurzen »Klimareisen«: Mehr lesen

Forst zeigt höchstes Schadensniveau seit Jahrzehnten

Kraftvolles Grün. Wie lange noch?

Bezogen auf alle Baumarten und Altersstufen zeigen 85,4 Prozent der Bäume Blatt- beziehungsweise Nadelverluste. Das bedeutet: weniger als 15 Prozent der Bäume haben die Rekordhitze und Dürre unbeschadet überstanden.

Der Zustand des Frankfurter Forst hat sich nach Jahren der stetigen Verbesserung im Jahr 2015 abrupt verschlechtert. Dies geht aus dem diesjährigen Waldzustandsbericht des Grünflächenamtes hervor. Fast die Hälfte aller untersuchten Bäume (48,1 Prozent) hatten gelichtete Kronen mit stärkeren Blatt- und Nadelverlusten von 25 bis 100 Prozent (Schadstufen 2 und 3). Ein Prozent der Bäume war sogar ganz abgestorben. Dies sind die schlechtesten Werte seit Beginn der Waldzustandserhebung im Jahre 1984.

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Spanien: Solarenergie zerschlagen, Atomenergie fördern

Spanische Parlament. Volle Kraft zurück. Foto: © Luis García / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Spaniens konservative Regierung tritt dem Kreis der Realitätsverweigerer bei und kehrt dem Solarstrom den Rücken zu.  Zudem roll sie der Atomindustrie den roten Teppich aus.

Spanien ist ein sonnenreiches Land, an bis zu 300 Tage scheint diese vom Himmel. Im südlichen Spanien locken 3000 Sonnenstunden – das sind etwa doppelt so viele wie in nördlicheren, europäischen Ländern. Somit hat Spanien wie kaum ein Land so gute Voraussetzungen, um Europas Sonnenenergievorreiter zu sein und doch fristet der Solarstrom in Spanien ein Schattendasein.

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