DAS hier ist die ZUKUNFT!

Was passiert, wenn ein absoluter Tuning-Freak, in dessen Leben sich bisher alles ausschließlich um schnelle Autos mit Verbrennungsmotor drehte, einen Tesla Model S testet? Jean Pierre Krämer, einem breiterem Publikum bekannt aus seinen TV-Sendungen unter »JP Performance«, probiert genau das aus. JP testet ausgiebig einen Tesla S. Um es vorweg zu nehmen – danach war seine Welt aus den Fugen.

Ja klar, man braucht solche Fahrzeuge eigentlich nicht, zumindest nicht solange noch Menschen auf diesem Planeten verhungern. Dennoch, das filmische Ergebnis (siehe unten) ist sehenswert. Zeigt es doch, wie Rückständig die Verbrennertechnologie wirklich ist.

Viel Spaß mit der Reise in die Zukunft, die heute schon Gegenwart ist. Mehr lesen

Konservative in reaktionärer Zeitschleife gefangen

eine Glosse von Klimus

Bewahren sieht anders aus. Erwachsene, vernunftorientiert denkende Menschen prüfen, was es zu bewahren gilt. Von Dingen, auch wenn es sich um lieb gewordene Dinge handelt, die für einen selbst oder andere als schädlich erkannt werden, trennt sich ein vernünftiger Mensch. Konservativen Menschen scheinen andere Maßstäbe zu haben.

Ist weiterdenken so schwer? Polens Jarosław Kaczyński und das Märchen vom Klimaschutz mit Kohlekraft. Foto: © Piotr Drabik / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Zweifelsfrei ist der beschriebene, kritische Blick auf das, was es zu bewahren gibt, eine vernünftige Definition von »bewahren«. Bewahren (der Schöpfung), was ja der Bedeutung des Wortes Konservatismus innewohnt (vom Lateinischen ›conservativus‹ – erhaltend, bewahrend) ist aber das genaue Gegenteil von dem, was Konservative tun – in den USA sowieso, aber auch in Europa ist es nicht anders: Statt erwachsener Handlungsweise wird das, was ruinös (für die Schöpfung) ist, schön geredet, weil eben dieses Schädliche leider gleichzeitig irgendwelche, zumeist materielle Vorteile für den Konservativen sichert. Sämtlicher Blick auf langfristigen Folgen der eigenen Handlungsweisen werden dann radikal ausgeblendet. Ob krebserzeugende Abgase, das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier, ob Kunststoffmüllschwemme in den Ozeanen und in ihren Speisefischen, die allgemein unfassbare Ausmaße angenommene Umweltzerstörung oder wenn schon denn schon auch gleich die Vernichtung der Lebensgrundlagen weiter Teile der Erde selbst, wird vom Konservativen einfach mal so »zack zack« verzockt, wenn nur die eigenen, kurzfristigen, finanziellen Vorteile und die damit verbundenen Annehmlichkeiten gesichert bleiben. All diese Dinge interessieren diese rückständige Korona einfach nicht, ja schlimmer noch, sie weigern sich wie kleine Kinder überhaupt einmal darüber nachzudenken, ob ihre Art zu leben, ihre Wirtschaftsweise, welche nicht auf Vernunft sondern auf Raffsucht aufbaut, an all dem Unglück, welches unsere Kinder ausbaden werden müssen, Schuld ist. Und wofür das alles? Schauen Sie sich doch einmal an, mit was für einem Dreck (dafür gibt es wirklich oft kein anderes Wort) uns ihre Konzerne und Unternehmen erlauben zu bedienen! Lesen Sie doch einmal die Testberichte einer Ausgabe der Ökotest. Irgendeiner Ausgabe. Es ist egal welche. Es ist ein einziger Horrorladen, in dem wir leben. Seit erscheinen dieser Zeitung Ende der 1980er Jahre, hat nach fast jeder Ausgabe ein Unternehmen die Ökotest wegen ihrer schonungslosen Offenlegung in ihren Testberichten, mit welcherlei Giften wir in oder bei diesem oder jenem Produkt vergiftet werden, verklagt – alle sind sie gescheitert, die Zeitung gewann alles. Das ist unsere Realität. Mehr lesen

Indonesien: Es brennt an allen Ecken und Enden

Über 100.000 Feuer in Indonesien. Bild: Reid Laura

Über 100.000 aktive Feuer wüten seit Monaten in großen Teilen des indonesischen Regenwaldes. Die Folgen für das weltweite Klima sind verheerend, denn die bei den Bränden der uralten Wälder freigesetzten Emissionen übertreffen den täglichen Ausstoß der gesamten US-Wirtschaft.

Seit Monaten wüten tausende Wald- und Torfbrände, die seit Anfang September weitere Fahrt aufnehmen. Freigesetzt werden eine ungeheure Menge Treibhausgase. Nach Schätzungen der Global Fire Emissions Database, die sich mit dem durch Brände verursachten CO2-Ausstoß weltweit befasst, gab es in Indonesien allein dieses Jahr über 100.000 aktive Feuer, so viele wie nie zuvor.

Der jährliche Höhepunkt der indonesischen Feuer-Saison fällt stets in die Zeitspanne zwischen Ende September und Anfang November. Dieses Jahr gab es jedoch allein schon bis zum 23. Oktober 111.692 durch Satellitenbilder erfasste Feuer. Setzt sich dieser Trend bis in den November fort, so würden alle bisherigen Aufzeichnungen, inklusive dem Rekordjahr 2006, bei Weitem übertroffen werden. Mehr lesen

40-Tonnen-Diesel-Lkw stoßen weniger Schadstoffe aus als Diesel-Pkw

Absurd: 40-Tonner Diesel stoßen weniger Abgase aus, als ein Diesel-Pkw. (der Bus auf den Bild übrigens gar keine – es ist ein Elektrobus) Foto: © Lord Alpha / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Es ist absurd. 40-Tonnen-Diesel-Lkw stoßen weniger Schadstoffe aus als Diesel-Pkw. Bei Diesel-Lkw werden die Emissionen nämlich unter realistischen Bedingungen auf der Straße und nicht nur wie bei den Pkw nach einem praxisfremden Zyklus im Labor gemessen.

Natürlich bleibt das Ziel unabänderlich bestehen: Mobilität mit Verbrennungsmotor ist abzuschaffen – die Argumente gegen Verbrenner sind erdrückend und haben wir in mehreren Artikeln bereits genau beschrieben. Im Elektroantrieb ist bereits seit 10 Jahren eine voll funktionierende Alternative vorhanden und verbessert sich zudem weiterhin stetig. Auch haben wir beschrieben, warum die Menschen sich bis heute durch die Verbrenner krankmachen lassen müssen – den »Bemühungen« der Automobilindustrie sei dank. Und so haben wir sie noch, überall, nicht selten riesengroß und tonnenschwer – es ist absurd. Wer öfter Fahrrad fährt oder zu Fuß geht, wird rücksichtslos eingegast. Nicht einmal die von der Politik geforderten Grenzwerte können – oder wollen – die Automobilbauer einhalten, denn das hieße mehr in das Fahrzeug zu investieren. Bei der Herstellung von Lkw muss sich aufgrund der realen Testmethoden mehr Mühe gegeben werden, und hier wird dann auch mithilfe von SCR-Katalysatoren das Abgas gefiltert und die Emissionen reduziert. Dies ist natürlich auch für Pkw technisch möglich, aber das kostet eben etwas mehr. Hier zeigt sich, wie der vom marktgläubigen gottgelobte Wettbewerb »funktioniert« – überwiegend zu Lasten von Gesundheit und Umwelt und zu Gunsten der Kapitalanhäufung. Mehr lesen

Erneuerbare Energien legen um rund 20 Prozent zum Vorjahr zu

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Intelligente Energie-„Erzeugung“. Foto: © Molgreen / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben die erneuerbaren Energien 114.723 Gigawattstunden zur Brutto-Stromerzeugung in Deutschland beigetragen, wie aus den Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht. Dies liege 19,5 Prozent über dem Wert von 2014 und sei fast doppelt so viel, wie die Kernenergie erzeugte.

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Alltägliche Absurditäten – Kommentar

von Klimus

Die internationale Automobilausstellung 2015 ist seit knapp 3 Wochen Geschichte – die alltäglichen Absurditäten sind es nicht.

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Blendwerk. Autoindustrie und Politik und das Märchen vom Fortschritt. Foto: © RudolfSimon / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Es beleidigt meine Intelligenz, wenn sich Zeitgenossen wie Dr. Dieter Zetsche (Daimler AG), Harald Krüger (BMW Group), Jürgen Schrempp bzw. jetzt Matthias Müller (Volkswagen AG) und Prof. Rupert Stadler (Audi AG) in Interviews oder zuletzt auf der IAA hinstellen und mir was von intelligenten Technologieprodukten mit maximalem Coolness-Faktor, von Spitzenprodukten deutscher Entwicklerkunst erzählen wollen. Sie geben das wieder, was ihnen pferdeschwänzige Marketingstrategen und Designer täglich vorsalbabern – es ist für sie Wirklichkeit geworden. Aber wohlbemerkt, wir reden hier von Automobilen mit Verbrennungsmotor!

Seit etwa 10 Jahren ist es Realität, dass wir über Antriebe verfügen, die weder die Umwelt noch die Gesundheit von Mensch und Tier zerstören – die Verbrennungsmotoren, die seit dem 19. Jahrhundert die Mobilität garantierten, hätten seit dem zunehmend dahin verfrachtet werden können, wohin sie gehören – auf den Müllhaufen der Geschichte, denn sie haben ihren Dienst auf dem damaligen Stand der Entwicklung getan. Sicher, auch heute kann man noch hier und da Verbrennertechnik verwenden – das KFZ allerdings gehört definitiv nicht mehr dazu. Tesla zeigt uns allen heute ungerührt den Stand der Technik mit ihren Elektrofahrzeugen – nahezu lautlose, emissionsfreie Fortbewegung mit locker 500 km Reichweite. Damit auch dem letzten klar wird, wie rückständig Verbrenner-Automobile sind zitire ich einmal (ausnahmsweise) Tesla: »Der zukunftsweisende Tesla Elektroantrieb begeistert durch seine unglaubliche Dynamik. Im Gegensatz zu Benzinmotoren, bei denen sich Hunderte von Teilen drehen und bewegen, kennen Tesla Elektromotoren nur ein Teil, das rotiert: den Rotor. Da stets das volle Drehmoment anliegt, beschleunigt das Model S über den gesamten Geschwindigkeitsbereich mit gewaltigem Vortrieb, aber leise und gleichmäßig. Ein beherzter Druck auf das Beschleunigungspedal und die leistungsstärkste Version des Model S sprintet in rekordverdächtigen 3,0 Sek. von 0 auf 100 km/h – ohne Zögern oder einen Tropfen Benzin. Das Model S präsentiert sich damit zurecht als neueste Evolutionsstufe im Automobilbau.« Wer diese Realität nicht kennt, sollte den Link wirklich einmal anklicken und sich anschauen, wie alt unsere Auto-Konzern-Großkopferten wirklich sind. Mehr lesen

Deutschland: FDP bestätigt interlektuelle Ambivalenz

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FDP-Jurist Florian Rensch – Im Auftrag der Klientel unterwegs. Bild: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

Die hessische FDP fordert erneut den Ausbau der Windenergie zu stoppen, da nach ihrem Befinden die Windenergie unrentabel und für eine sichere Stromversorgung ungeeignet sei. Das FDP-Bürgerforum ›Energiewende im Jahr 2015 – Deutschland in der Sackgasse‹, ist angetreten, um diese der Wirklichkeit entgegengesetzt stehenden Verlautbarungen zu verbreiten.

Dies ist ein neuerlicher Vorstoß der hessischen Klientel-Partei (wir berichteten bereits im Juli) gegen den Ausbau der Windkraft. Mit banalen Parolen ohne inhaltliche Substanz wie »die Energiewende ist lange gescheitert und zwar an den Gesetzen der Physik, der mathematischen Statistik und der Ökonomie« geht es erneut an den Start. Zum Teil erstaunte Zuhörer des FDP-Bürgerforums im Gemeindezentrum Würges erfuhren unter anderem vom Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Florian Rentsch, das der Klimawandel nicht existiert. Dies ist der einzige Schluss, der zu ziehen ist, wenn von dieser FDP gefordert wird, die Planungen auf Landesebene zur Verdreifachung der Windkraft zu beenden und stattdessen wieder zu einer ökonomisch sinnvollen Energiepolitik überzugehen. Oder mit anderen Worten, man soll alles so belassen, wie es ist, denn das sei am billigsten (für ihre Klientel). Mehr lesen

Deutschland: Münchner Polizei kommt in der Neuzeit an

Polizei i3. Willkommen in der Neuzeit! Bild: ecomento/BMW

Die Frage stellte sich vielen schon lange, warum Deutschlands Streifenwagen nicht elektrisch betrieben werden. Zumindest ein Großteil sind von ihrer Verwendung her wie dafür geschaffen – zwischen den Fahrten könnten diese immer wieder an die Ladestationen.

Münchens Polizei geht diesen Weg und kommt zumindest in Sachen der Mobilität in der Neuzeit an: Null Emissionen – geht es noch vorbildlicher, wenn die PolizeibeamtenInnen so vorfahren? Als Ergänzung zum bisher üblichen Fuhrpark kommen BMWs kompakte Elektrofahrzeuge ›i3‹, die mit Schnellladestationen in 30 Minuten wieder voll aufgeladen werden können, neben den üblichen Verbrennern der BMW 3er und 5er Reihe, sowie dem BMW X3, der in alpinen und schneereichen Regionen Verwendung findet, von der Bayerischen Polizei als Einsatzfahrzeuge zum Einsatz. Mehr lesen