Deutschland: Stadt Hanaus beispielhafter PV-Weg

Nicht nur Stromlieferant, sondern auch schön: PV-Dächer. (Beispielbild)

Städte und Gemeinden können mit ihren eigenen Immobilien viel für die Energiewende tun – leider geschieht dies noch deutlich zu wenig. Die etwa 90.000 Einwohner zählende Brüder-Grimm-Stadt Hanau zeigt, wie es geht.

Hanaus vorbildlicher Beitrag für Klimaschutz und Energiewende geht in die nächste Runde. Nachdem alle Schulen und eine Sporthalle mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgerüstet worden sind, stehen als nächstes die Kita-Dächer im Zentrum der Planungen. Zwei Kitas sollen sich künftig selbst mit Strom vom Dach versorgen. Hanaus Bau- und Umweltdezernent Andreas Kowol freut sich über die rasante Entwicklung der eigenen  Solarstrom-Erzeugung, welche gerade im diesem sonnenreichen Sommer für viel Ertrag sorgte.

Inzwischen sind es fast 40 städtischen PV-Anlagen, mit der die hessische Stadt Hanau ihren vorbildlichen Beitrag für Klimaschutz und Energiewende leistet. Andreas Kowol: »Wind können wir in der Brüder-Grimm-Stadt nicht nutzen, dafür bauen wir die Solarstromerzeugung immer weiter aus«. Vorrangig sollen die PV-Anlagen die Eigenversorgung der jeweiligen Kita oder Schule sicherstellen – was darüber hinaus an Solarstrom produziert wird, fließt ins allgemeine Versorgungsnetz. Die Entwicklungen gehen weiter und im Laufe der Jahre werden sich weitere Verwendungsmöglichkeiten für den »zuviel erzeugten« Strom finden, wie beispielsweise die stadteigenen Elektroautos oder ähnliches zu laden. Auch finanziell ist Hanaus PV-Offensive ein Treffer: Schulen und Kitas sparen auf diese Weise mehr als 2500 Euro eigene Stromkosten im Jahr ein.

Einzelheiten zur verwendeten Technik: Die neu installierten, insgesamt 536 Solarmodule haben eine Leistung von zusammen 110 Kilowatt. Die größte Anlage befindet sich auf der Sporthalle mit 220 Modulen. Alle Anlagen zusammen erzeugen rund 105.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Für den Eigenverbrauch werden rund 50.000 Kilowattstunden verwendet, die restlichen 55.000 Kilowattstunden werden in das Stromnetz eingespeist. Was wir alle gern lesen: Die Anlagen sparen jährlich rund 68 Tonnen CO2 ein!

Weitere Informationen  über die städtischen PV-Anlagen der Stadt Hanau sind durch die Stadt auf dem stadteigenen Webportal bereitgestellt und können dort jederzeit online abgerufen werden. Interessant sicher nicht nur für potenzielle »Nachahmer«.

Quelle: Presse Service Stadt Hanau

Ein Gedanke zu „Deutschland: Stadt Hanaus beispielhafter PV-Weg

  • 30. August 2015 um 10:39
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    In Kiel ist diesbezüglich leider Fehlanzeige… 🙁 Zumindest habe ich noch keine Schulen oder ähnliches mit Solardächern gesehen.

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