Elektromobilität schützt nicht nur das Klima maßgeblich

Vollkommende, lokale Emissionsfreiheit: Weder CO2, noch krankmachende Abgase, noch der ewig nervende Lärm. Technik die wirklich begeistert – das Elektroauto! Bild: Clément Bucco-Lechat / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Natürlich ist ein Elektroauto schon heute umwelt- und klimafreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – tendenziell sowieso.

Die Elektromobilität fördert die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen und sie wird von Tag zu Tag klimafreundlicher, da der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix kontinuierlich steigt, der Materialeinsatz bei der Batterieherstellung stetig abnimmt, die ständige Verbesserung der Stromspeicher eine höhere Energiedichte ermöglicht und damit derelektrochemische Speicher weniger Gewicht mit sich bringt, und zu allerletzt der Anteil der Privathaushalte mit Elektrofahrzeug steigt, die ihre Stromspeicher mit der eigenen Solaranlage laden.

Und die Entwicklung dieser Zukunftstechnik geht zudem rasant voran. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) hat mit einer eher konservativen Annahme festgestellt, dass selbst mit dieser vorsichtigen Berechnung die CO2-Emissionen bei der Batterieproduktion bis 2020 auf die Hälfte und bis 2030 auf ein Drittel des heutigen Wertes sinken werden. Gleichfalls sind Batterien genau wie Abermillionen von Smartphone- und Notebookakkus im verschlossenen Zustand vollkommen ungefährlich und sicher.

Achtung, Sie sollen in die Irre geleitet werden! Trotz all dieser Tatsachen gibt es heute Strömungen, die versuchen Zweifel an diesen Tatsache zu sähen. Verwendete Methoden sind das herauspicken isolierter, aus dem Zusammenhang gerissener, der eigenen Anschauung dienlicher Informationen und das absichtliche Außerachtlassen der gesamten Betrachtungbreite, bis hin zu Falschbehauptungen und das Herstellen abwegiger Zusammenhänge. So werden beispielsweise politische Versäumnisse der Elektromobilität angerechnet, was natürlich absurd ist und mit allerlei Grafiken begleitet kommen nicht selten »Experten« zu Wort, die in diesem Gebiet wenig, bis gar keine Erfahrung haben.

Gefördert werden derlei Publikationen auch durch die Industrie selbst. Die ARD Dokumentation »Elektro-Mobilität? Alles Märchen« legt offen, dass zum einen die deutschen Autobauer gar nicht das Interesse haben, Elektrofahrzeuge zu verkaufen. Es geht ihnen mit den in der Fahrzeugpalette vorhandenen Elektrofahrzeugen vordringlich darum, den durchschnittlichen CO2-Wert ihrer gesamten Flotte auf die neue Obergrenze, die ab 2020 in der EU gilt, auf dem Papier drücken zu können – nicht diese Elektrofahrzeuge auch zu verkaufen. Deutsche Automobilhersteller wollen lieber weiterhin Technik aus dem 19. Jahrhundert verkaufen, weil sie damit, vornehmlich mit absurd schweren Ausführungen wie SUV oder großen Limousinen, am meisten verdienen können. Zum anderen werden solche Strömungen von denen gern aufgegriffen und verbreitet, die tendenziell nicht in der Lage sind, ihren eigenen Lebenswandel zu ändern. Hier geht es um persönliche Rechtfertigung und Entschuldigung.

Aber es sind ja nicht nur die Eingangs beschrieben, sich stetig zum Vorteil der Elektromobilität verschiebenden Vorteile, die die E-Mobilität zum absoluten Gewinner machen: Von den Kritikern wird gern klein geredet oder ganz außer Acht gelassen, dass wir bei jedem auf der Straße befindlichen Elektromobil schon jetzt vollkommene, lokale Emissionsfreiheit haben! Dieser Aspekt ist von so enormer Tragweite, das dies neben der CO2-Einsparung eins der Hauptargumente sein muss. Elektroautos haben keinen Auspuff und stoßen keine gesundheitsschädlichen Abgase aus: An stark befahrenen Straßen in der Stadt ist der rollende Verkehr heute immer noch der größte Luftverschmutzer. Benzol und Rußpartikel sind Krebsauslöser – das haben viele Studien belegt. Aber auch die stechend riechenden Stickoxide, die sich extrem negativ auf die Atemwege auswirken und Krankheiten wie Asthma verursachen, kommen zu 72 Prozent aus Verbrennungsmotoren, wie das Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) in Heidelberg analysiert hat. Den größten Anteil daran haben Diesel-Pkw. Zwar könnte ab dem Jahr 2020 die Gesamtbelastung um ein Drittel sinken, wenn die ersten Selbstzünder die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, aber das Elektroauto bietet hingegen schon jetzt die Möglichkeit zur radikalen Verbesserung! Das gleiche gilt für den Geräuschpegel in der Stadt: Stellen Sie sich eine Stadt vor, in der nur leise, kleine Elektromobile umherfahren – eine Stadt, in der der Lautstärkepegel und auch die Luft fast wie auf dem Lande ist. »Paradies« Stadt.

Fazit: Es bleibt unverrückbar – mit jedem Tag werden Elektroautos mehr zum Klimaschützer, weil die CO2-Emissionen, welche durch deren Produktion und dem Laden der Batterie anfallen, durch die zunehmende Veränderung des Strommixes zu den erneuerbaren Energien stetig sinken. Und wenn schon allein wegen dieser stetigen, positiven Verschiebung zum Vorteil der E-Mobilität es auch heute schon sinnvoll ist, sich für ein reines Elektroauto zu entscheiden, gibt es noch einen weiteren, vollkommen unterbewerteten Grund: Mit diesem Schritt setzt man ein allen sichtbares Zeichen gegen die Technik aus dem 19. Jahrhundert, also das Auto mit Verbrennungsmotor, und für eine Technik der Zukunft, das Auto mit Elektroantrieb. Ein Zeichen in die Zukunft.

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